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Stellen Sie sich vor, die Finanzwelt geht den Bach runter - und Sie haben die falschen Aktien im Depot, den Dollar statt Gold gekauft und Sie wissen auch sonst nicht, wie man sich bei Finanzkrisen schützt. Seit 32 Jahren haben wir die passenden Rezepte gegen Kursverluste, Geldentwertung und Existenznöte. Der SWISSMASTER begleitet Sie durch Höhen und Tiefen und sorgt für Weit- und Zuversicht, für Gewinne und Wohlstand sowie für innere Ruhe und Ausgeglichenheit.

 

SWISSMASTER Modul globales Makrobild

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Nr. 15 vom 21. Mai 2019 als PDF, weil viele interessante Charts enthalten sind

http://www.derkursstimmt.ch/images/PDFs/SM20190522Makro.pdf           Link für PDF


Nr. 14 vom 12. Mai 2019

Chart im Original 

VW-Bank trägt 2.6 Mrd. EUR Gewinn zum VW-Konzern bei.

Mit 2.6 Mrd. EUR hat die Finanzsparte von Volkswagen im 2018 mehr verdient als jede andere deutsche Bank. Und das kommt so: 2018 wurden weltweit rund 79 Millionen Pkw verkauft, +59%pa mehr als im Krisenjahr 2009. Der Anteil der Autos, die auf Pump oder per Leasing gekauft werden, wächst und wächst: In den USA sind neun von zehn Fahr-zeugen geleast, in Deutschland drei von vier. Und China liefert frische Kunden: Anfang der Nullerjahre zahlten noch 97% der Chinesen ihren Neuwagen in bar, heute finanzieren ihn 40% auf Pump.

Chart im Original 

2019 wird der Krieg gegen das Automobil fortgesetzt. Zuerst geht es den Diesel Euro 4 und 5 (ja auch mein Fahrzeug ist schon betroffen) an den Kragen, dann wird Euro 6 und schlussendlich der Benziner folgen. Immer mehr wird uns von dem vermeintlich umweltfreundlichen Elektrofahrzeug gepredigt. Dass die Gewinnung der für die Batterien notwendigen Rohstoffe eine Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung zur Folge hat, wird von den Elektrofahrzeugbefürwortern gerne ausgeblendet, denn schliesslich findet die Umweltzerstörung nicht bei uns, sondern in Afrika, Südamerika und Asien statt.

Beispielsweise stammen zwei Drittel des globalen Bedarfs von Kobalt aus Bergwerken der Republik Kongo. Ein Bombengeschäft für die oft ausländischen Betreiber der Minen. Die Einheimischen sind jedoch an den Gewinnen des Kobalt-Geschäfts nicht beteiligt. Mehr Heuchelei geht nicht! Selbst das ZDF schreibt: „Die Gewinnung der Rohstoffe für die Akkus ist menschenverachtend und umweltschädigend.“ Abgesehen davon hat Deutschland, die Eurozone oder die Schweiz weder die erforderliche Infrastruktur, die erforderlichen Fahrzeuge in ausreichender Stückzahl, noch den Willen in der Bevölkerung für eine rasche Elektrifizierung des Automobilmarktes. Gegenwärtig wird in der Eurozone nur einer von 1.000 Pkw elektrisch angetrieben. Bei Neuverkäufen sind es nur sieben von 1.000. Tatsächlich habe ich mich auch persönlich damit auseinandergesetzt. Autos interessieren jedermann (jede Frau). Ich habe das schönste (subjektiv) SUV mit Elektro-Antrieb testen können. Alles perfekt, vor allem der Sprint von 0 oder auch von 100 km/h nach oben ist explosiv. Aber an der Steckdose zuhause braucht es anscheinend einige Tage, bis der Tank voll ist. Und in meinem Büro im Peaks Place habe ich – leider – nicht einmal einen Stromanschluss. Apropos Tank – die Elektrozapfsäulen sollen schon doppelte Preise verlangen – ich kann es nicht ganz nachvollziehen, aber man munkelt, dass es dann gleich teuer kommt wie eine Benzin- oder Dieselfüllung. Wohin führt das hin? Das Elektrofahrzeug wird rechtzeitig zu Grabe getragen, bevor noch mehr Unsinn gemacht wird. Ich mag mich auch noch an den Trolleybus, speziell in St. Gallen, erinnern. Jetzt führt man in Deutschland eine Teststrecke ein, wo Lastwagen mittels Stromabnehmer elektrisch fahren. Echt jetzt. Wie an der Börse: Manchmal kommt es zu einer Einbahnstrasse und die endet abrupt.

Chart im Original 

Venezuela: Armut in % der Bevölkerung (links) – Rohölproduktion (grösster Abnehmer ist die USA).

Chart im Original

Libor-Zinssatz

Die Finanzpolitik steckt in einem grossen Dilemma. Die Finanzpolitik der grenzenlosen Geldvermehrung und der Staats-schuldenvermehrung sowie eine Weiterführung der konjunkturstützenden direkten und indirekten Eigengeschäfte der Zentralbanken (Offenmarktpolitik genannt) dürften noch ausgeprägter praktiziert werden als in der Vergangenheit.

Jede Abkehr von diesem Verhalten würde die politischen Grundlagen zerstören. In den USA ist der Versuch von Powell, das Zinsniveau wieder zu normalisieren, kläglich gescheitert. Wir steuern unter den heute gegebenen Rahmenbedingungen in Richtung Stagnation mit Inflation (Geldent-wertung).

 

Nr. 13 vom 2. Mai 2019

 

Deutschland: In den vergangenen Monaten hat sich der Abstand zwischen der aktuellen Lagebeurteilung und den Konjunkturerwartungen bei den vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten Finanzmarktexperten deutlich verkleinert. War der Saldo der Umfrageergebnisse für die Erwartungen bereits im April 2018 in den negativen Bereich gefallen und seither dort verblieben, fiel in der zweiten Jahreshälfte 2018 vor allem der spürbare Rückgang bei der Lagebeurteilung ins Auge. So haben sich die „harten“ Konjunkturdaten zuletzt weiter eingetrübt, was sich besonders in der Industrie bemerkbar macht, die mit zwei negativen Quartalszuwächsen in Folge in eine technische Rezession abgerutscht ist. Zwar rechnet der Markt mit einem Rebound vor allem in der Automobilbranche, der jedoch mit Blick auf die insgesamt eingetrübte Auftragslage nur verhalten ausfallen dürfte. In diese Richtung wird wohl auch die ZEW-Ergebnisse weisen, bei denen der Markt mit einem weiter nachgebenden Wert für die aktuelle Lage und einer Stabilisierung bei den Konjunkturerwartungen rechnen.

Charts in der Originalausgabe: Militärausgaben Deutschland in Mrd. EUR

Deutschland sieht das geplante Abkommen zwischen Italien und China bezüglich der Teilnahme an dem Projekt OBOR/ Seidenstrasse kritisch. Das Ziel des Seidenstrassenprojekts ist es, die Handelsrouten nach Europa und Afrika auszubauen. Das ist gut, das passt, das hilft dem Wirtschaftsraum Italien und ganz Europa, denn aufstrebende und neu industrialisierte Länder bestimmen den Takt der Weltwirtschaft. Ihr Anteil liegt bei mehr als 60% des Welt-BIP (1990 noch 20%). Sie stehen für 85% der Weltbevölkerung!

Deutschland moniert, dass China durch die bilateralen Abkommen seine Standards weltweit durchsetzen will. Das ist zunächst einmal eine Unterstellung bezüglich der Intention, es ist aber fraglos ein ernst zu nehmendes Thema. Bisher hat der Westen ja genau das gemacht, was man hier China unterstellt. Grundsätzlich ist es wichtig, dass derartige Abkommen, die gültigen Rechtsinstitute der EU/Eurozone nicht unterminieren. Ohne Kenntnis der Details, darf unterstellt werden, dass das bezüglich der Ausformulierung der Abkommen seitens Roms berücksichtigt wurde.

Werfen wir einen Blick auf die Hintergründe des Projekts OBOR: Fakt ist, dass die westlich dominierten supranationalen Veranstaltungen (IWF, Weltbank) seit Existenz 1944 aufstrebende Länder vernachlässigt hatten. Auch der vorbild-hafte Herr Herrhausen als Vorstandssprecher der Deutschen Bank konnte sich mit seiner Initiative Ende der 80er Jahre zu Gunsten der aufstrebenden Länder (Schuldenerlass und Strukturaufbau) gegen das Finanzestablishment der USA und des Finanzplatzes London nicht durchsetzen.

Haushaltssaldo in % vom BIP

Machtkomplex der US-Techwerte im Vergleich

Die Kreise in New York und London verteidigten den gegebenen Status Quo in härtester Form. Der fraglos günstige Zugang zu Ressourcen, ob Rohstoffe oder Arbeitskräfte, garantierte das, solange diese Länder sich eben nicht entwickelten (Struktur = Macht). Die latente Vernachlässigung elementarer Interessen der aufstrebenden Länder (gelebte westliche Geopolitik) war der Katalysator, der China zu Aktivitäten veranlasste. Als Folge wurde mit der New Development Bank eine Alternative zum IWF etabliert, als Alternative zur Weltbank wurde die AIIB gegründet und nach dem Missbrauch des westlich dominierten SWIFT-Zahlungssystems gegen aufstrebende Länder mit CIPS eine Alternative ins Leben gerufen, um sich von der westlichen Dominanz und in Teilen der westlichen Arroganz zu emanzipieren. Der nächste Schritt war die Entwicklung der nicht vorhandenen Infrastruktur in den aufstrebenden Ländern (Aristoteles: Ohne Infrastruktur geht gar nichts!) mit Vorfinanzierungen aus China, um die Handlungsdefizite der letzten Dekaden zu neutralisieren und diesen Wirtschaftsräumen Entwicklungschancen dank Infrastruktur zu erschliessen.

Die Zukunft spielt insbesondere im euroasiatischen Bereich.

China und Russland können einen zu SWIFT alternativen Banken-Clearingmechanismus bereitstellen, so dass Venezuela das US-Finanzsystem umgehen kann und seine Vermögenswerte vor dem willkürlichen Zugriff durch US-Behörden oder Anleihegläubiger sicher sind. Und selbstverständlich können sie auch das Gold, das Venezuela aus New York und London zurückbekommt – wie viel auch immer das sein mag – sicher verwahren.

Vorausschauend müssen China, Russland, der Iran und andere Länder deswegen einen neuen internationalen Gerichtshof gründen, der sich mit der zu erwartenden diplomatische Krise und deren finanziellen und militärischen Konsequenzen beim Einwirken in Venezuela gegen die USA befasst. Ein solcher Gerichtshof – mit seiner assoziierten internationalen Bank als Alternative zu US-gesteuertem IWF und Weltbank – bedarf einer klaren Ideologie, um einen Rahmen für die Prinzipien nationaler Selbstständigkeit und internationaler Rechte zu schaffen, die ihn ermächtigen, seine Urteile umzusetzen und zu vollstrecken.

Damit würden US-Finanzstrategen vor eine Wahl gestellt: Wenn sie weiterhin den IWF, die Weltbank, die Welt-handelsorganisation und die NATO als verlängerten Arm einer zunehmend aggressiven US-Aussenpolitik be-trachten, werden sie damit riskieren, die USA zu isolieren. Europa wird sich dann entscheiden müssen.

Preisratio Platin/Palladium in USD: Trendwende zu Gunsten Platin in den nächsten Quartalen. Rekordwert erreicht.

Venezuela bewahrte eine grosse Menge seines Goldes in Grossbritannien und seines Geldes in den USA auf. Wie konnten Chávez und Maduro diesen Ländern trauen, oder hatten sie keine Wahl? Gibt es realisierbare Alternativen zu New York und London, oder sind sie noch immer die einzige Option für die Zentralbanken der Welt?

Man hat der Bank of England oder der Federal Reserve nie wirklich getraut, aber es schien undenkbar, dass sie einem offiziellen Kontoinhaber verweigern würden, sein eigenes Gold abzuheben. Das übliche Motto ist "Vertraue, aber prüfe". Die mangelnde Bereitschaft oder auch Unfähigkeit der Bank of England, zu bestätigen, bedeutet, dass das ehemals Undenkbare eingetreten ist:

Haben diese Zentralbanken das Gold von Venezuela auf Termin im Post-London Gold Pool oder seinen Nachfolger-Rohstoffmärkten verkauft – in dem Versuch, den Preis niedrig zu halten, um den Schein eines solventen US-Dollar-Standards aufrechtzuerhalten?

Das Beste, was lateinamerikanische Nachbarländer tun können, ist, sich an der Schaffung eines Instrumentes zur För-derung der Ent-Dollarisierung zu beteiligen und damit auch an der Schaffung einer internationalen Institution, die die Schuldenabschreibung von Ländern überwacht, die ihre Schulden nicht zurückzahlen können und dies ohne Austeritäts-Massnahmen und damit ohne die Zerstörung ihrer Wirtschaft.

Wir brauchen eine Alternative zur Weltbank, die Kredite in der einheimischen Währung vergibt (und zwar nicht in US-Dollar!), in erster Linie, um Investitionen in die heimische Nahrungsmittelproduktion zu subventionieren. Dadurch könnte man die Wirtschaft gegen ausländische Lebensmittelsanktionen absichern – das Äquivalent zu einer militärischen Belagerung, die eine Kapitulation durch Hungersnot herbeiführen möchten. Diese Weltbank für wirtschaftliche Beschleunigung würde die Entwicklung der Autarkie ihrer Mitglieder an erste Stelle setzen, anstatt einen Exportwettbewerb zu fördern.